Montur und Ausrüstung

Was man in einer Mittelaltergilde so braucht

Woher beziehen wir unsere Outfits?

Eine Gildenmontur ist niemals fertig, sondern wird stets weiter entwickelt und designed

Mytholon

Mit Sicherheit die bekannteste Adresse für die Mittelalter-Klamotte ist dieser Onlineshop, der wohl das größte Sortiment aufweist. Ebenso ist er auch preislich in der Regel der Günstigste. Hier treffen sich die Geschmäcker von MA-lern und LARPern aus allen Richtungen.

Bei diesem Shop finden Novizen in der Regel für unter 150€ ein solides Outfit, aber unserer Erfahung nach nicht die beste Qualität.

Ritterladen

Der Ritterladen ist etwas weniger bekannt, aber dafür ein sehr herzlicher Online Shop. Hier wird sehr viel Wert auf Authentizität gelegt. Die Auswahl ist etwas kleiner, aber die Qualität dafür umso besser und man spürt, dass die Betreiber ihren Job gern machen. Hier findet Ihr mit Sicherheit ein qualitativ hochwertiges Outfit, aber auch tolle Accessoires und eine tolle Met-Auswahl.

amazon

Auch hier kann man fündig werden und das ein oder andere Schnäppchen ergattern. 

Allerdings weiss man nie von wem es kommt, da jeder hier verkaufen kann und generelle Aussagen zur Qualität kann man nicht pauschal geben. 

Trotzdem lohnt sich ab und zu mal ein Blick, insbesondere wenn Ihr Euer bestehendes Outfit mit eigenen Applikationen verschöndern wollt.

Mittelaltermärkte

Mittelaltermärkte sind natürlich stets die aufregendsten und authentischsten Bezugsquellen von Monturequipment. Das meiste hier ist Handarbeit und von extrem hoher Qualität. Und nebenbei ist das Schlendern durch einen gut aufgestellten Markt stets ein Erlebnis für alle Sinne. 

Allerdings sollte Euer Geldbeutel gut gefüllt sein, denn Schnäppchen findet man hier eher selten. 

Aus welchen Teilen besteht eine Montur?

Generell ist zu sagen, dass wir leider sehr wenig über den Kleidungsstil des Mittelalters wissen, da nur der Hochadel es sich leisten konnte Bilder und Chroniken von sich zu verfassen, die uns heute als Anhaltspunkt dienen. Wie die breite Bevölkerung sich kleidete können wir nur aus spärlichen Berichten der damailgen Zeit herleiten, da auch die wenigsten Bürger lesen und schreiben konnten.

 

Beim Mann:

Ein Mann des 13. Jahrhunderts trägt in der Regel ein Wams (unter einer Rüstung), ein Bilaut, eine Chainse, oder eine Tunika (langes "Hemdkleid") mit einer Leinenhose und einem Ledergürtel. Die klassiche Gürtelschnalle der damaligen Zeit war eher eine Schlaufe mit einer Metallöse. 

Überdeckt wurde das Ganze von einer Houppelande, einer Art "Mantelumhang".

Das Schuhwerk stellt in der Mittelalterdarstellung heutzutage ein größeres Problem dar, da in der damaligen Zeit die Schuhsohle, so wie wir sie kennen, noch nicht erfunden wurde. Wirklich authentisches Schuhwerk ist für Füße des 21. Jahrhunderts höchst unbequem, sowohl die militärischen, als auch die zivilen Sohlen. 

Die Formen der Schuhe waren (je adeliger die Person war) eher spitz nach vorne zulaufend. Auch Holzschuhe waren weit verbreitet.

Strümpfe so wie wir sie kennen gab es nicht. Es wurde ein breiter Wadenwickel aus einem dicken Wollstoff verwendet, der mit einer Metallnadel fixiert wurde. 

 

 

Bei der Frau:

Frauenbekleidung des 13. Jahrhunderts besteht hauptsächlich aus einen figurbetontem Kleid aus Leinen, Flachs und Wolle. Da es damals keinen Reißverschluss gab, wurde das Kleid mit Schnüren -wie bei einem Mieder- zusammengebunden. Hinzu kam in der Regel ein Ösengürtel, an dem man Accsessoires befestigen konnte. 

Die niedere Bürgerin trug aber durchaus auch Tunikas, da diese weit geschnitten und funktional waren um effizient körperlich arbeiten zu können.

Kopfbedeckungen signalisierten den Stand der Person. Hier waren der Mode und der Kreativität des Hutmachers keine Grenzen gesetzt. 

Das Schuhwerk der Maid war denen der Männer nicht unähnlich. Diese differenzierten sich hauptsächlich durch Verzierungen und Material. 

 

Lasst Euch von den o.g. Onlineshops einfach ein wenig inspirieren. Hier ist für jeden Geschmack und Geldbeutel etwas dabei. 

Denk Euch beim Schmökern eine Rolle aus, die Ihr gerne verkörpern möchtet und bleibt dabei aber authentisch. Bedenkt bitte stets Euren Stand, da gewisse Kleidungsstücke nur dem Adel vorbehalten waren. Es gab im 13. Jahrhundert weder H&M, noch C&A um sich als gewöhnlicher Bürger Kleidung zu kaufen, mit denen man sich in feineren Kreisen ebenfalls sehen lassen konnte. 

 

Generell kann man sagen:

Je adeliger, desto unbequemer (enger, länger und unbeweglicher), je bäuerlicher, desto bequemer (weit geschnitten und kurz). Die Kleidung des Bürgers musste funktional sein um einem Handwerk nachgehen zu können, bei dem man sich viel bewegen muss. 

 

 

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www.mittelalter-schwabengilde.de

Vorstand: Swen Werner von Schmalzried

 

Mit freundlicher Unterstützung der STAATLICHEN SCHLÖSSER UND GÄRTEN BADEN WÜRTTEMBERG

www.schloesser-und-gaerten.de